Anwendungen für Kunststoffgalvanisieren (Plating on Plastic PoP) und Cu-, Ni-, Cr – Prozesse

Neben den klassischen Galvanoverfahren wie z.B. der elektrolytischen Abscheidung von Cu, Ni, Cr auf Metalloberflächen, kennt die bi.bra Abwassertechnik GmbH ebenfalls Verfahren zur Abscheidung auf Kunststoffsubstraten und kann diese entsprechend bewerten.

Individuell werden verschiedene Konzepte der Teilstrombehandlung von anfallendem Abwasser realisiert bzw. Verfahren zur weitestgehenden Wertstoffrückgewinnung (Ni, Cu, Cr) zur Anwendung gebracht. Entsprechend der Prozessanforderungen werden Maßnahmen zur Herstellung von Deionat (vollentsalztes Wasser) in das Gesamtkonzept integriert.

In Abhängigkeit der geplanten Produktionsprozesse kann anhand des Warenfensters, der Taktzeiten und der Teilegeometrie die erforderliche Spültechnik, sowie die daraus resultierende Abwasser- und Schlammmenge vorab ermittelt werden.

Checkliste zur Erfassung der Ausgangsdaten

Abwasserbehandlung für PoP, Cu-, Ni-, Cr- Prozesse

Das Abwasser aus klassischen Cu-, Ni-, Cr- und Kunststoffgalvanisierungsprozessen ist Cu-, Ni-, Cr- und komplexhaltig. Diese wird mittels eines mehrstufigen Verfahrens in Teilströmen behandelt.

Chromhaltiges Spülwasser wird klassisch im Chargenbetrieb reduziert und anschließend zur Fällung gebracht. Kupfer- und nickelhaltige Abwässer können getrennt oder gemeinsam in einer Charge ausgefällt werden. Komplexverbindungen z.B. aus chemisch-Nickel müssen einer Spezialbehandlung unterzogen werden.

Alternativ kann die Behandlung von Spülabwasser aus chemisch-Nickel mittels spezieller Ionenaustauschersysteme realisiert werden.

PFT/PFOS/PFA aus Cr-VI-haltigen Spülen können zuverlässig mittels Spezialionenaustauscheranlage entfernt werden.

Dieser Hauptbehandlung schließt sich die Behandlung des gefällten Schlammes an.

Je nach Schlammanfall bieten wir für die Schlammfiltration verschiedene Filterpressenbaugrößen und -ausführungen an.

Den Abschluss des Verfahrens bildet die Schlussbehandlung des Klarfiltrates aus der Kammerfilterpresse. Im Rahmen dieser wird behandeltes Abwasser mittels verschiedener Technologien filtriert.

Zur Restschwermetalleliminierung wird eine Selektivionenaustauscheranlage (Schlussaustauscher) eingesetzt, um die Grenzwerte gemäß Rahmenabwasser- und Verwaltungsvorschrift (AbwV - Anhang 40) für Schwermetalle sicher einzuhalten.

Die zur Abwasserbehandlung notwendigen Chemikalien werden über eine Chemikalienstation den einzelnen Aggregaten zugeführt.

Weiterführende Informationen zu den Technologien:

Chargenbehandlungsanlagen
Nickelrückgewinnungsanlagen (chemisch)
PFT-/PFOA-Sonderbehandlung
Einrichtung zur Schlammbehandlung
Schlussfiltration und Schlussbehandlung
Chemikalienstationen
Anlagensteuerung

Wasseraufbereitung für PoP, Cu-, Ni-, Cr- Prozesse

Zur Speisung von nahezu allen Wirkbädern und Spülen im Bereich des Kunststoffgalvanisierens wird Reinstwasser benötigt.  Dieses wird, je nach Eingangswasserqualität mittels Umkehrosmoseanlage oder Ionenaustauschersystem realisiert.

Ergänzend werden zur Herstellung von Wasser mit einer Leitfähigeit unter 1,5 µS/cm Mischbettaustauscher eingesetzt. Um eine Verkeimung des Deionates zu unterbinden werden UV-Systeme genutzt.

Weiterführende Informationen zu den Technologien:

Vorfiltration
Enthärtungsanlagen
Ionenaustauscheranlagen zur Vollentsalzung
Umkehrosmoseanlagen
Mischbettionenaustauscheranlagen
UV-Filtration

Wertstoffrückgewinnung für PoP, Cu-, Ni-, Cr- Prozesse

Die Rückgewinnung von Wertstoffen trägt zur Senkung der Entsorgungskosten bei und ermöglicht die Wiederverwendung bzw. den Weiterverkauf von Wertstoffen.

Die Grundvoraussetzung hierfür ist die Trennung der Abwässer zu Teilströmen, welche anschließend einzeln behandelt werden. Dies trägt gleichzeitig zu einer Entlastung aller Prozesse bei.

Diese Prozesse können auch nachträglich in ihre bestehende Anlage integriert werden.

Kreislaufanlagen
Nickelrückgewinnungsanlagen (chemisch)
Edelmetallrückgewinnung
Kupferelektrolysezelle